Persönlich

Ich stamme ursprünglich aus einer liberalen Luzerner Familie. Wie so viele Innerschweizer hatte auch mein Vater „auswandern“ müssen. Er heiratete als reformierter Luzerner in Zürich eine Katholikin aus Meilen. Dieser ungewohnte Mix hat mich geprägt. Es ist nicht immer alles so selbstverständlich, wie wir meinen. Prägend war für mich auch die Jugend in Zürich-Wollishofen und die Schulzeit am Gymnasium Freudenberg. Der Versuch, aus uns gute freisinnige Zürcher zu machen, scheiterte bei mir und den meisten Schulkollegen.

Auch das Grundstudium in Erziehungswissenschaften an der Uni Zürich konnte mich nicht befriedigen. Die damalige Verehrung wertfreier Wissenschaft war meinen ethischen Interessen eher hinderlich. So studierte ich Theologie mit dem Schwerpunkt theologische Ethik. Ich lebte vier Jahre im Dominikanerorden. Da lernte ich, was Spiritualität und was Freiheit ist. Mich hat es geprägt. Seither versuche ich immer für meine Überzeugungen einzustehen, was mir schon einigen Ärger eingebracht hat.

Dass ich eine Luzernerin geheiratet habe, hat einen Bogen geschlossen. Sie ist jetzt Lehrerin in Horgen und ich arbeite an der Universität Luzern. Dadurch erhielt ich z.B. während meines Zürcher politischen Engagements immer auch eine Aussenansicht auf Zürich, was für meine politische Tätigkeit in Zürich sehr bereichernd war.

Die Tatsache, dass wir drei Töchter haben, verpflichtet mich zur Frauenförderung und zur Sensibilität für ökologische Anliegen. Schliesslich sollen auch sie Zukunft haben.

Inzwischen hat sich wieder ein Kreis geschlossen: Die Töchter sind ausgeflogen, momentan alle im Kanton Luzern. Darum haben auch wir unsere Zelte im Kanton Zürich abgebrochen und sind seit Juli 2012 im Luzerner Seetal in Eschenbach zu Hause.

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